Mit Tipps & Tricks zum Poker-Strategen
Sobald Sie die Grundlagen des Pokerspiels beherrschen und mit den Gewinnchancen vertraut sind, ist es an der Zeit, sich mit der Strategie zu befassen und Ihre Spielgegner genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn nur die richtige Pokerstrategie ermöglicht es Ihnen, sie zu schlagen.
Generell können Spieler in lockere („loose“) oder verhaltene („tight“) Spielertypen unterteilt werden, also in Spieler, die viele Blätter spielen oder nur sehr wenige. Manche spielen ausschließlich entweder locker oder verhalten, und für die eigene Pokerstrategie kann es sehr hilfreich sein, eine Tendenz in die eine oder andere Richtung festzumachen.
Lockere Spieler tendieren dazu, zu viele Blätter zu spielen, da sie schlechte bis mittelmäßige Blätter überbewerten. Verhaltene Spieler dagegen spielen nur wenige Blätter, sind übermäßig vorsichtig und fallen daher leicht auf Bluffs herein.
Zusätzlich kann Poker passiv oder aggressiv gespielt werden. Ein passiver Spieler geht beim Setzen vorsichtig vor; seine Strategie lautet also eher Mitgehen als Setzen. Ein aggressiver Spieler dagegen ist bereit, ein Risiko einzugehen und hohe Einsätze zu bringen, um so seine Mitspieler zu zwingen, harte Entscheidungen zu treffen. Sie können verschiedene Taktik in der Online Poker umsonst versuchen.
Passive Spieler passen oft bei hohen Einsätzen und sind leicht einzuschüchtern. Für Ihre eigene Pokerstrategie sollten Sie möglichst rasch das Maß an Passivität Ihrer Mitspieler feststellen und somit die Einsatzhöhe herausfinden, bei der sie sich wohl bzw. unbehaglich fühlen.
Aggressive Spieler tätigen oft hohe Einsätze und sollten mit Vorsicht angegangen werden. Wenn Sie jedoch gute Karten haben, kann es sich lohnen, einen aggressiven Spieler mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, um ihn zu verunsichern und möglicherweise sogar einen riesigen Pot zu kassieren.
Spieler lassen sich ganz allgemein in vier Typen unterteilen. Sie sind entweder verhalten-passiv („tight passive”), verhalten-aggressiv („tight aggressive”), locker-passiv („loose passive”) oder locker-aggressiv („loose aggressive”).
Jede Spielweise hat ihre Schwächen. Locker-aggressive Spieler beispielsweise neigen dazu, zu viele Chips bei zu vielen Blättern zu setzen. Spielen Sie mit einem locker-aggressiven Spieler, so sollte Ihre Strategie lauten: Abwarten, bis Sie die richtigen Karten erhalten und Ihr Mitspieler möglichst viele Chips in den Pot gezahlt hat, um ihn dann mit einem gut getimten aggressiven Einsatz außer Gefecht zu setzen.
Indem Sie die speziellen Spieltendenzen eines Spielers ausmachen und aufmerksam Änderungen in seiner Spielweise verfolgen, können Sie Ihre Pokerstrategie anpassen, um sich die Schwächen seines Spiels zu Nutzen zu machen.
Texas Hold’em Poker-Strategie
Die Spielstrategie bei Texas Hold’em kann je nach Einsatzstruktur stark variieren. Normalerweise treten die Schwächen eines jeden Spielertyps stärker bei No-Limit-Spielen zu Tage als bei Limit- oder Pot-Limit-Spielen.
Im Moment ist die bevorzugte Strategie bei Texas Hold’em für No-Limit-Spiele eine Form von verhalten-aggressivem Spiel, da diese Spielweise generell weniger Schwächen aufweist als andere. Phil Ivey wird oftmals als ein großer Vertreter des verhalten-aggressiven Spiels gesehen. Er ist Meister dieser Pokerstrategie, und sein Können erlaubt es ihm, viele andere Spielarten vorzutäuschen.
Da die Einsatzhöhe bei No-Limit-Spielen nicht beschränkt ist, können die Kosten eines schlecht gespielten Blatts ins Unermessliche steigen. Deshalb wird eine erfolgreiche Spielstrategie beim No Limit Texas Hold’em verhaltener sein als bei seinem Pendant mit beschränkten Einsätzen.
Bei der Wahl Ihrer Strategie im No Limit Texas Hold’em sollten Sie durch Beobachtung Ihrer Mitspieler herausfinden, welche Blätter diese als spielbar erachten. Hilfreich dabei ist das aufmerksame Verfolgen des Showdown, an dem der jeweilige Spieler beteiligt ist.
Bei der Spielstrategie im No Limit Texas Hold’em ist für die Kategorie der locker-aggressiven Spieler eine weitere Unterscheidung nötig. Manche locker-aggressiven Spieler verfolgen diesen Stil, weil sie es nicht besser wissen, andere jedoch spielen ganz bewusst so. Ein Beispiel eines erfolgreichen locker-aggressiven Spielers ist Gus Hansen.
Nur wenn der relative Erfolg eines Spielers eindeutig ist, ist erkennbar, ob er weiß, was er tut. Wenn ein solcher Spieler mehr gewinnt als verliert, sollte man mit extremer Vorsicht vorgehen. Wenn er mehr verliert als gewinnt, kann es gut sein, dass es sich um einen schlechten Spieler handelt.
Wenn Sie Ihre Pokerstrategie bei No Limit Texas Hold’em möglichst gut an den Stil Ihrer Gegenspieler anpassen, könnte es sein, dass Ihr Spiel übermäßig reaktiv wird. Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie daran denken, wie Sie von Ihren Mitspielern wahrgenommen werden.
Meist sind es bei Spielen mit niedrigeren Limits Pokerneulinge, die weder Sie noch Ihr Spiel näher betrachten. Bei höheren Limit-Spielen ist es dagegen wahrscheinlicher, dass jede Ihrer Bewegungen genau verfolgt wird. Daher sollten Sie, wenn Sie mit der Zeit zu Spielen mit höheren Limits übergehen, an Ihrer Pokerstrategie arbeiten, indem Sie versuchen, bei Ihren Mitspielern während des Spiels einen bestimmten Eindruck zu erwecken.
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