Texas Hold’em gegen Profis spielen
Wenn man als passabler Pokerspieler oder auch als ambitionierter Amateur Texas Hold’em online spielen möchte, dann wird man in der Regel ein Interesse daran haben, dies gegen schwächere Spieler zu tun. Schon alleine deswegen, weil man mit dem Pokern Geld verdienen möchte und einen Onlinepokerraum in aller Regel nicht aufsucht, um dort Geld an bessere Pokerspieler zu verlieren. Klar, solche Lektionen könnten manchmal gut angelegtes Geld sein, aber da es auch andere Mittel und Wege gibt, um von den Profis zu lernen, muss man nicht unbedingt viel Geld gegen sie verlieren. Da die meisten Pokerspieler, die online Poker spielen, eher schwächere Spieler sind, kann man sich normalerweise durch die geeignete Wahl eines Pokerraums und eines Pokertischs Gegenspieler aussuchen, die Poker weniger gut beherrschen als man selbst. Dies sollte man wie gesagt in aller Regel anstreben. Geht man jedoch mal ins Kasino oder nimmt man gar an einem Pokerturnier teil, hat man manchmal keine Wahl, was die Gegenspieler angeht.
Welche Strategie und welche Taktiken sollte man also dann anwenden, wenn man es mal nicht vermeiden kann, Texas Hold’em gegen Profis zu spielen, also gegen solche Pokerspieler, die Texas Hold’em bestens beherrschen und auch die Feinheiten des Spiels kennen? Völlig klar ist zunächst einmal, dass man die eigene Spielweise anpassen muss, denn ansonsten geht man gnadenlos unter. Während man sich an einem durchschnittlichen Pokertisch, an dem man eine gute Mischung an Spielern vorfindet, auch mal den einen oder anderen Patzer erlauben kann, ohne dass dieser von den Gegenspielern schamlos und unbarmherzig ausgenutzt wird, kann man im Kreise von Pokerprofis auf keinen Fall davon ausgehen, dass ihnen ein verräterischer Tell durch die Lappen geht oder dass sie eine Schwäche einfach mal ungenutzt lassen.
Zunächst ist am wichtigsten, dass man Selbstvertrauen hat. Selbst Pokerprofis kochen nur mit Wasser und bekommen manchmal Karten, aus denen sie nur wenig herausholen können. Wer über Selbstvertrauen verfügt und in der Lage ist, sein Blatt optimal zu spielen, kann auch gegen Profis punkten. Ebenso ist ein Profi nicht automatisch in der Lage, jeden einzelnen Bluff zu durchschauen. Wenn es die Situation erfordert und wenn man es gekonnt macht, kann man daher auch gegen starke Pokerspieler mit einem Bluff durchkommen. Man sollte sich allerdings davor hüten, auf Teufel komm raus zu bluffen oder sein Blatt kontinuierlich voll auszuspielen, denn damit kann man keinen Erfolg haben, wenn man gegen Profis spielt. Eine weitere gute Taktik ist, nicht allzu viel Geld einzusetzen. Einerseits vermeidet man auf diese Weise, allzu viel zu verlieren, andererseits sind die Haie auf der Suche nach fetter Beute. Wenn man in dieser Hinsicht kein attraktives Ziel darstellt, dann suchen sich die Profis vermutlich lohnendere Opfer aus und konzentrieren sich auf diese. Dies lässt einem mehr Bewegungsfreiheit, die man nutzen kann.
Stellt man allerdings fest, dass das Spiel zu hart ist und dass man sich darauf nicht erfolgreich einstellen kann, dann sollte man daraus lieber früher als später die Konsequenz ziehen, dass man in dieser Runde nicht gut aufgehoben ist und sein Glück daher besser an einem anderen Tisch sucht. In aller Regel macht es nämlich wesentlich mehr Spaß, haufenweise Geld gegen schwache Spieler zu verlieren, als von den Haien aufgefressen zu werden. Wer den Absprung nicht schafft und sich über viele Hände hinweg ausnehmen lässt, trägt selbst die Schuld. Gleichzeitig warten an anderen Tischen schwächere Pokerspieler nämlich förmlich schon darauf, einem ihr Geld in die Tasche zu stopfen. Dies gilt vor allem beim Online-Poker, wo die Präsenz vieler Profis normalerweise bei den höheren Einsätzen zu erwarten ist. Wenn man online Poker spielt, kann man sich also problemlos an einen Tisch mit niedrigeren Einsätzen setzen, falls man mit dem Niveau des Spiels nicht zurechtkommen sollte.
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